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Schockstarre

Schockstarre

Wie und wo kommt es zu Schockstarre? Was kann ich dagegen tun?

Schockstarre ist eine Art eingefrorener Schock. Gefangen in Dir selbst, in einer gefühlten «Unmöglichkeit», einer kompletten Überforderung. Verbreitet bei: Übergriffen, Gewalt, Missbrauch, Vergewaltigung, Massenhysterie. Aber auch chronisch und in alltäglichen Situationen. (siehe: der Wahrheit auf der Spur)

Sehr viele Menschen sind geschockt durch ein völlig unerwartetes Verhalten eines nahestehenden Menschen. Täter nutzen die Schockstarre aus. Deshalb ist Missbrauch innerhalb der Familie oder Freundeskreis leider verbreitet. Das muss nicht so bleiben.

 

Wie kommt es zur Starre?

Etwas geschieht und wir sind nicht einverstanden damit. Wenn wir keinen Ausweg mehr sehen, wie wir uns verhalten sollen oder können, entsteht ein Handlungs – Vakuum. Wir wollen zwar etwas tun, fühlen uns aber gelähmt, machtlos, ohnmächtig.

In uns tobt ein erbitterter Kampf zwischen zwei extremen Positionen: Ich kann doch nicht einfach schreien?! Oder mich so wehren, dass der andere verletzt wird?! Das geht doch nicht! Das widerspricht meiner Moral, meiner Ethik, meiner Erziehung. Meine Eltern würden das niemals verstehen oder gar gutheissen! Was würden die anderen denken? Was, wenn mich jemand hören/sehen könnte? Ich darf einem anderen nicht schaden, das ist nicht in Ordnung. Was soll ich bloss tun? Ich kann sowieso nichts tun. Es ist zwecklos. Es ist sinnlos, aussichtslos. Es geht vielleicht schneller vorüber, wenn ich nichts mache usw.

Wir geraten in die Klemme. Was können wir also tun? Die Unfähigkeit, die Lähmung, die Bewusstlosigkeit ist die Schockstarre. Ohne klare, innere Ausrichtung, erdulden wir den Schock und warten, bis er vorbei geht. Wie festgefroren.

 

Familiäre Prägungen

Es ist lohnenswert, Deine Geschichte, Deinen Hintergrund genauer anzuschauen. Denn wir haben die Möglichkeit, aus unserer Vergangenheit zu lernen, auch wenn diese weit zurückliegt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Rucksack an Überlieferungen, Prägungen, Erfahrungen und Tendenzen. Wenn Du erkennst, was alles in Deinem Rucksack drin ist, wirst Du Dich besser verstehen. Zudem kannst Du Dich entsprechend vorbereiten auf das, was bereits hier ist oder noch kommen könnte. Du kannst lernen, dich zu wappnen. Und Du kannst Deine Erkenntnisse an die nächste Generation weitergeben.

 

Gegenmittel

Gegen Schockstarre hilft vor allem eins: Wachheit. Bewusstheit. Geistesgegenwart. Der Wille und die Klarheit, dass Du etwas tun kannst. Dies bedarf oft einer Vorbereitung, Training, Hilfe zur Selbsthilfe, Selbstverteidigung in irgendeiner Form. Damit meine ich, dass Du Dich selbst, Deine Grenzen, falls nötig, verteidigst.

Hierbei hilft auch Clearing, Feuerlaufen oder Enlightenment.

 

Entscheidung

Du machst Dir das sonnenklar, zweifelsfrei. Du entscheidest: Ich werde jederzeit alles tun, was notwendig ist, um mich zu verteidigen. Ich werde dafür sorgen, dass meine Grenzen, meine Integrität gewahrt bleibt. Ich werde ALLES tun, so viel wie nötig, so lange wie nötig. Egal, was Religion, Gesellschaft, Familie, Eltern o.a. dazu sagen würden. Diese Klarheit ist kraftvoll. Nur Du kannst das entscheiden. Nur Du kannst dir diese Freiheit gönnen. Niemand kann Sie Dir gewähren oder wegnehmen.

Es mag Menschen geben, die dies als egoistisch bezeichnen würden. Doch Selbst – Schutz ist ein Menschenrecht. Es ist Deine Wahl, für Dich einzustehen. Eine Form der Liebe zu Dir selbst.

 

Massvollheit

Natürlich gilt hier die Massvollheit. Wenn Dir jemand auf den Fuss stampft aus Versehen, knallst du der Person nicht gerade eins auf die Nase. Du verfällst aber auch nicht in Starre oder erduldest den Schmerz als «guter Märtyrer».

Hier reicht wahrscheinlich ein: «Auha! Runter von meinem Fuss!»

Aber wenn das nicht reicht?

 

Selbstverteidigung für Kinder

Gerade bei Kinder: Es lohnt sich, ihnen in altersgerechter Sprache klarzumachen, dass sie sich, falls nötig, mit allen Mitteln verteiden dürfen und sollen. Ob schrilles Schreien, Hilfe rufen, Beissen, Kratzen usw.… Es gibt keine Regeln bei der Selbst – Verteidigung. Solange es notwendig ist, tust Du alles, was es braucht, um gut für Dich zu sorgen. Es gelten weder Anstand, Moral, Verbote, Gebote o.ä. All diese gelernten Verhaltensregeln werden sonst zu Fesseln, welche sich das Kind, aus Liebe zu Dir, auferlegt.

Du kannst Deinen Kindern deinen Segen mitgeben. Deine Erlaubnis für entfesseltes Verhalten, falls notwendig.

 

Schockstarre kann jeden treffen

Ich hatte den Eindruck, dass ich nicht mehr von Schockstarre betroffen bin. Ich habe mich getäuscht. Denn Schockstarre tifft uns alle. Die Frage ist nicht ob, sondern wann wir in diese Starre verfallen.

Dazu braucht es nur den «richtigen» Schock. Dieser kann akut sein wie in den obigen Fällen. Es gibt aber auch chronische Schocks. Meine Schockstarre, aus der ich gerade am Aufwachen bin, war sehr umfassend und tief. Gleichzeitig sehr versteckt, verborgen, geheim.

Ich bin immer noch geschockt über das Ausmass, die Tiefe. Wie sehr und wie lange ich mich für dumm verkaufen liess. Wie lange ich in einer Art Starre über diesen Schock war.

Mehr dazu unter: Verschwörung oder Wahrheit? – Der Wahrheit auf der Spur

 

Hoffentlich wirst Du dieses Rüstzeug gegen Schockstarre nie einsetzen müssen. Falls doch, ist Vorbereitung unglaublich machtvoll.

mit aufgeweckten Grüssen,

Josef

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