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Keine leeren Worte

„Der Herr sprach ein Wort und es ward Licht.“ Ja, ich weiss, das stammt aus der Bibel. Nur keine Panik, ich bin nicht der Pfarrer. Doch wie so viele alte Schriften, steckt viel Wahrheit und Nützliches drin. Tatsächlich könnte man sagen, unsere Worte sind der Übergang zwischen Gedanken und Taten. Was meine ich damit?

Gedanken haben wir viele. Gedanken kommen und gehen, den ganzen Tag lang und vielleicht sogar in der Nacht. Viele unserer Gedanken tauchen einfach wie aus dem „Nichts“ auf. Das können Gedanken sein, die uns gar nicht gefallen. Das können Gedanken sein, die uns sogar fremd erscheinen. Wir haben wenig Kontrolle darüber, was da so auftaucht. Allerdings haben wir dann Kontrolle darüber, was wir mit den Gedanken anstellen. Grübeln wir nach, machen wir uns Sorgen? Läuft das ganze Programm unbewusst ab, oder sind wir uns im Klaren was wir denken? (Ein bisschen mehr dazu erfährst du im Newsletter Februar: https://www.josefbenz.ch/feb09.html)

Der nächste Schritt sind dann unsere Worte. Worte haben wir meistens unter Kontrolle. Sie geben das von uns Preis, was wir wollen. Durch unsere Worte drücken wir aus, wer wir sind, was wir sind, was wir für gut und richtig oder für falsch halten und vieles mehr. Worte sind also viel aussagekräftiger als Gedanken. Durch Worte erschaffen wir unsere Realität. Wir erschaffen, dass andere unsere Realität überhaupt wahrnehmen und kennenlernen können. Worte haben also Bedeutung. Worte haben Kraft. Durch Worte können wir andere bekräftigen oder zerschmettern. Worte können Gift oder Heilmittel sein. Worte können aber auch leer und bedeutungslos sein.

Ob unsere Worte dann Bedeutung haben oder nicht, zeigt sich in unseren Taten. Was wir tun, ist sozusagen die nächste Stufe unserer Worte. Unsere Handlungen zeigen, wie es um unsere Worte steht. Tun wir das, was wir sagen, und sagen das, was wir tun? Wenn wir also sagen: „Es werde Licht!“ – wird es dann auch hell?

Unsere Worte bekommen die Kraft von uns. Wir geben unseren Worten Kraft, wenn wir zu unseren Worten stehen. Integrität. Das soll heissen, auf unser Wort ist Verlass. Wir sind der, wer wir vorgeben zu sein. Wir spielen nicht vor, jemand besserer oder klügerer oder sonst wer zu sein. Wir stehen zu unserem Wort. Das klappt aber nur, wenn wir zu uns selbst stehen. Das ist manchmal eine grosse Aufgabe, eine Lebensaufgabe. Es braucht Training und Klarheit und einiges an Bewusstheit im Umgang mit unseren Worten.

Wenn andere sich auf unsere Worte verlassen können, wächst das Vertrauen. Es tut uns gut, mit Menschen zu sein, die „echt“ sind, die authentisch und wahrhaftig sind. Menschen eben, die sagen was sie tun, und tun, was sie sagen.

Die kraftvollsten Worte sind klare Absichten, Intentionen.
Beispielsweise: ich leite im Frühling 2010 einen Feuerlauf. Das ist mein Wort. (eigentlich ja mehrere Worte… )
Das ist kein Wunsch oder Hoffnung und auch kein leeres Versprechen. Das ist meine klare Absicht und ich gebe meiner Absicht Kraft. Ich werde alles nötige tun, damit meine Absicht Realität wird.

Das ist ein Ziel des Feuerlauf selbst: Sich in seiner Klarheit zu trainieren, das zu tun, was man sagt. Ich sage, dass ich unverletzt über die glühenden Kohlen gehe und tue es. Wie das geht, muss ich gar nicht wissen. Dass es geht, weiss ich.

Doch diese Absicht ist wie alle alltäglichen Absichten. Es ist oft sehr hilfreich, wenn wir unsere Absichten anderen mitteilen. Dadurch bekommt unser Wort noch mehr Kraft, weil wir einen (oder mehrere) Zeugen haben. Denn die Gefahr lauert in uns selbst: wir sabotieren uns häufig. Wir lassen die Möglichkeit offen, dass wir scheitern können. Falls wir dann scheitern, sind wir weniger enttäuscht… wir haben es ja probiert…

Doch mehr dazu im nächsten Newsletter… der kommt im Januar.
Euch also eine schöne und erholsame Adventszeit und schöne Feitertage… und eine sanfte Landung im neuen Jahr!

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