Pflanzenheilkunde / Phytotherapie

Die Phytotherapie ist sozusagen die Chemie der Naturheilkunde. Viele Therapien sind Reiz - oder
Entspannungstherapien. Der Körper wird stimuliert, wieder sein natürliches Gleichgewicht, Gesundheit
herzusellen. Wenn der Körper aber selbst nicht mehr in der Lage ist, auf diese Signale zu reagieren, kommt die
Pflanzenwelt zu Hilfe.

Pflanzliche Heilmittel helfen uns, die Chemie im Körper wieder herzustellen.

Dabei sind die bekanntesten Medikamente der Schulmedizin, synthetische Produkte aus ursprünglich
pflanzlichen Heilmitteln.

Beispiel: Aspirin (ASS, Acetylsalicylsäure)

Aus der Rinde des Weidenstrauches wurde wahrscheinlich schon vor Hippokrates im alten Griechenland, ein
Heilmittel gegen Fieber und Schmerzen hergestellt. Vor gut 100 Jahren hat die „moderne“ Chemie aus der
Weidenrinde Salicylsäure extrahiert. Daraus entwickelte sich das heutige Aspirin (ASS, Acetylsalicylsäure). ASS
wirkt sehr rasch, belastet aber v.a. den Magen.

Im Vergleich zu ASS hat das natürliche Präparat auch andere Vorteile: Es kann während Operationen
weiterhin eingenommen werden (beispielsweise wegen der Blutverdünnung).

Auch Antibiotika stammen ursprünglich aus der Natur, als Inhaltsstoffe von Pilzen. Durch den viel zu häufigen
Einsatz der modernen Antibiotika entwickeln sich immer wieder Resistenzen (Mittel wirken nicht mehr).

Neue Antibiotika findet man glücklicherweise immer wieder: Bei Pilzen in allen möglichen Gegenden der Welt.

Grundsätzlich haben pflanzliche Heilmittel viel weniger schädliche, unerwünschte Nebenwirkungen. Doch
auch hier besteht die Gefahr, dass Symptome nur unterdrückt werden und ggf. an anderer Stelle wieder zum
Vorschein kommen.

Der verantwortungsbewusste Umgang mit diesen Mitteln ist ein Muss.

Pflanzliche Heilmittel sind keinesfalls harmlos. Sie stehen den synthetischen Produkten ihrer Kraft häufig
ebenbürtig. Der grosse Vorteil ist sicher darin zu finden, dass sich unser Körper seit jeher mit diesen
Substanzen auseinandersetzen musste. Unsere Gene haben diese Erfahrungen abgespeichert und dadurch
kommt unser Körper meistens besser damit klar.